Business-Meeting = Ort zum Kraftschöpfen?

Auch in diesem Jahr blieben wir unserem Generalthema „Wirtschaften aus der Fülle“ treu. Ein Thema, was irritiert, ja vielleicht sogar provoziert, mitten in einer Gesundheits- und Wirtschaftskrise. In einer Welt, die weiterhin geprägt ist von Umweltzerstörung, Migration, Verteilungskämpfen und der Auflösung einer vertrauten multilateralen Weltordnung. Wie verträgt sich die „Corona“-Perspektive mit der „Fülle“-Perspektive, wenn für mich als Selbständiger oder Freiberufler gerade alle Aufträge wegbrechen?
Hartmut Goebel, Vorstand Spirit plus e .V. gibt eine Einführung in das Thema und stellt den Verein Spirit plus e. V. vor.

Das Experiment wie wir unsere Meetingkultur wandeln können probieren wir seit ein paar Monaten im Vorstand.

Ein Zwischenfazit:
Es geht – und fühlt sich wirklich bestärkend an.
Wir hatten heute ein gut einstündiges Meeting, und sind alle sehr positiv herausgegangen wie sich im Abschluss-Feedback zeigte. Das war nicht immer so.

Denke mal an die Meeting-Kultur, die Du kennst und frag Dich:
“Freue ich mich auf Arbeitsbesprechungen?”
“Finde ich Sammlung im gehetzten Alltag?”
“Gehe ich genährt, bestärkt, verbunden und inspiriert aus dem Meeting?”
“Können wir gemeinsam Dinge erledigen und gleichzeitig auftanken?”
“Können wir Dinge festhalten – ohne Zeit für ein lebloses Protokoll zu verwenden?”

Wir wollen gerne hier mit dir teilen was wir geändert haben, weil auch wir nicht ganz zufrieden waren. Vielleicht sind diese Anregungen auch etwas für dich, oder du hast eigene, weitere Erfahrungen.

Was haben wir geändert?

  1. Wir haben die Entscheidung getroffen, dass Spiritualität nicht vor den Türen halt machen soll und der vermeintlichen Effizienz geopfert werden soll.
  2. Wir geben uns 1,5 h statt 1 h. So vermeiden wir Hetze, auch, wenn wir die Zeit nicht immer brauchen.
  3. Wir beginnen mit 1,2 Min Stille und Spüren in den Körper.
  4. Jede/r spricht in der Eingangsrunde: „Was bewegt Dich gerade, was bringst Du hierher mit?“ Dabei können auch andere als Arbeitsthemen genannt werden.
  5. Dann sammeln wir, was jede/r heute braucht, um gut rausgehen zu können. Da wir alle bestimmte Verantwortungsbereiche haben, ist für alles gesorgt. Wir besprechen ehrlich, spürend. Manchmal lassen wir auch offene Fragen stehen und wirken, ohne eine Entscheidung zu treffen, wenn sie noch nicht dran ist.
  6. Wir enden mit einer Abschluss-Runde und kurze Stille.
  7. Wir haben das Protokoll umstrukturiert in ein Laufendes Protokoll, das jeweils nur abgeändert wird. So sind alle stets auf dem neuesten Stand.

Wenn Du magst, probiere es mal!
Wir freuen uns auch auf Dein Feedback und Deine Erfahrungen!
Vielleicht hast Du auch weitere Anregungen, Beispiel-Geschichten – teile sie gern.